|
|
||
Warum Fairer Handel?Fairer Handel kritisiert den Normalhandel. Letzterer trägt dazu bei, dass Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben müssen. Er nützt die Abhängigkeit von Produzenten aus und zahlt ihnen einen geringen Preis für ihre Produkte.Fairer Handel ist ein Gegenmodell zum Normalhandel. Die Produzenten erhalten u.a. bessere Preise, langfristige Lieferverträge und Vorfinanzierungen. Durch Direktimport wird Zwischen handel und Spekulation ausgeschlossen. Das Handelsprinzip ist Partnerschaft, nicht Ausbeutung. Der klassische Faire Handel arbeitet nach Kriterien, die für jeden einsichtig sind. Dazu gehört z.B. eine transparente Preiskalkulation - eine im Normalhandel unvorstellbare Praktik. Die Produzenten, mit denen im Fairen Handel zusammengearbeitet wird, sind keine Großgrundbesitzer etc. Oft sind es Zusammenschlüsse von Kleinbauern (Kooperativen), welche durch ihre kooperative Struktur ihre Rechte und Interessen wirkungsvoller vertreten können. Sie investieren meist auch in Gemeinschaftsaufgaben wie Bildung oder Krankheitsvorsorge.
Fairer Handel? Fairer Handel der Weltläden?Inzwischen hat sich in Deutschland im Bereich des "ethischen Handels" viel getan. Es wird "in" fair zu handeln. Firmen versprechen sich davon Wettwerbsvorteile. Leider gibt es dabei eine Reihe zweifelhafter Anbieter. Kriterien sind oft nicht vorhanden oder werden willkürlich festgelegt. Diese Trittbrettfahrer führen Kunden und Kundinnen in die Irre. Was ist fair gehandelt? Was nicht?Aus der Sicht des Weltladen Heidelberg gibt es zwei Konzepte von Fairen Handel, die aufgrund von klaren und offenen Kriterien ernst zu nehmen sind.
Das TRANSFAIR-Konzept legt ausschließlich Kriterien für den Einkauf fest. Der Verein TRANSFAIR Deutschland vergibt ein Siegel auf Produkte, die zu festen (fairen) Bedingungen eingekauft werden. TRANS-FAIR-Produkte werden von normalen Unternehmen und Handelsketten vertrieben. Es gibt keine offene Preiskalkulation. Auch sind ihre Bedingungen meist 'laxer' als im fairen Handelskonzept der Weltäden. Den ca. 700 Weltläden in Deutschland stehen jedoch ca. 20.000 Einzelhandelsgeschäfte (Supermärkte) gegenüber. Dadurch kann eine größerer Bevölkerungsanteil erreicht werden. |